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Eine Schreibblockade

27. Dezember 2015

Wo sind nur all die Texte, die ich in den letzten Wochen schreiben wollte? In meinem Kopf, aber sie wollen nicht raus. Ich bin oft zu müde und nicht selten sind mir meine Worte und Sätze nicht gut genug. Genau wie dieser hier eigentlich.  Manchmal hilft Alkohol, derzeit muss ich es nicht einmal versuchen.

Seit Wochen habe ich den letzten Teil meines Frankreichtrips fast fertig. Leider nur fast. So viel leichter erschien es mir einen simplen Artikel über einen großartigen Sportler zu schreiben. Über einen kommenden (deutschen) Superstar, von dem hierzulande kaum jemand Notiz nimmt. Selbst das hat sich leider als schwierig erwiesen. Möglicherweise liegt es daran, dass sich kaum jemand dafür interessiert. Es ist ja „nur“ ein Eishockeyspieler. Andererseits ist zur Sportlerin des Jahres eine Kugelstoßerin gewählt worden. Ich musste schmunzeln und den Kopf schütteln. Das wäre übrigens nicht anders gewesen, wenn es sich um einen Kugelstoßer gehandelt hätte. Was folgt im nächsten Jahr? Ein Kirschkernweitspucker?

Es hätte für mich so unendlich viele interessante Themen in den letzten Monaten gegeben. Oftmals möchte ich aber fast nur noch alles ausblenden, was uns täglich in den Nachrichten serviert wird, doch es geht nicht. Man beschäftigt sich zu viel mit Gestalten wie Björn Höcke, verzweifelt über Seehofer fast ebenso, im TV sieht man ständig die nervigen Fratzen von Menschen wie Lanz, Hartwich oder Dieter Nuhr und warum ist der Twitter-Account von Erika Steinbach eigentlich immer noch nicht wegen groben Unfugs und peinlicherer Hetzerei gesperrt worden? Immerhin wird sie den Platz in der Hölle neben Margaret Thatcher würdig besetzen. Klar muss man sich den ganzen Quatsch nicht antun, aber allzu oft kann ich nicht schnell genug wegschalten. Okay, bei RTL schon und ich weiß gar nicht, welchen Programmplatz bei mir Sat.1 hat, aber ARD und ZDF sind oft auch nicht mehr viel besser.

Ausweg Mongolei?

Vielleicht müsste ich mal wieder in die Mongolei. Das Outback fehlt mir. Die Ruhe abseits der entsetzlichen Hauptstadt, der Himmel, die Berge, die Flüsse und die Tiere. Wie kann man in einer Stadt wie Düsseldorf schon abschalten? Knapp zweieinhalb Jahre liegt meine Reise in die Mongolei bereits zurück und in der Zwischenzeit ist vieles passiert. Europa befindet sich auf einem gefährlichen Weg, große Persönlichkeiten wie Karasek, Schmidt und Scholl-Latour sind verstorben, ich habe über 100 Mal japanisch gegessen, meine Lieblings-Bäckereifachverkäuferin ist weggezogen und Jürgen Klopp lernt jetzt Scouse.

Vor einer Jurte sitzen und in die Ferne starren? Keine Ahnung, ob das helfen würde. Äußerst warm dort anziehen müsste ich mich derzeit ohne Zweifel, aber möglicherweise könnte auch das helfen. Ein kalter Winter mit Schnee würde mich eher inspirieren als frühlingshafte 15 Grad Celsius zu Weihnachten. Wie dem auch sei, ich muss mich seit Monaten quälen, um überhaupt irgendetwas zu Ende zu schreiben. Oft bin ich kurz vor dem Abschluss mit allem gar nicht wirklich glücklich und wenn doch? Dann gibt es zu wenig Leser und noch weniger Resonanz. Mit dem Text über den zweiten Teil meines Frankreichtripps war ich mal tatsächlich zufrieden, aber wie viele haben diesen schon gelesen? Kommentiert hat ihn niemand.

Abwarten

Momentan hilft nur abwarten. Zeit und Geld für eine Reise in den nächsten Wochen sind leider nicht vorhanden. Wer weiß, vielleicht inspiriert mich Greg Graffins neues Buch „Population Wars: A New Perspective on Competition and Coexistence“, mit dem ich in den nächsten Tagen beginnen werde. Seine Band hat es fast immer vermocht:

2 Kommentare
  1. ribi permalink

    lebst du noch? schreibst du nichts mehr? hoffe, 2016 ist für dich gut gestartet!

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