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Fußball-Bundesliga: Bayern gähnen sich zum Titel

26. März 2014

FCB

Was war das für ein dramatisches Bundesligafinale! Also 1993 zum Beispiel oder natürlich auch 2001. Es könnte sein, dass es so etwas auf längere Zeit in Deutschland nicht mehr geben wird. Die Saison 2013/14 lässt jedenfalls nichts Gutes für die Zukunft erahnen.

Wer am 27. Spieltag Deutscher Meister wird, hat eine Menge richtig gemacht und verdient dafür Anerkennung. Auf der anderen Seite ist es bedenklich und schlichtweg langweilig, wenn eine Mannschaft schon Weihnachten realistisch betrachtet kaum noch einzuholen ist. Von einem wirklichen Kampf um den Titel konnte man jedenfalls zu keinem Zeitpunkt seit dem Jahreswechsel sprechen.

So dominant und unantastbar der deutsche Rekordmeister sich in dieser Saison präsentiert hat, so traurig ist die Tatsache, dass es außer Borussia Dortmund keinen Verein gibt, dem man überhaupt zutrauen würde, über mehr als ein paar Monate mit den Münchnern mitzuhalten. Eben diese Dortmunder wurden im letzten Jahr von den Bayern auch noch um einen ihrer besten Offensivspieler gebracht. Die Verpflichtung von Mario Götze (im Sommer folgt bekanntlich Robert Lewandowski) hatte nicht nur den Sinn, die eigene Mannschaft zu verstärken, sie sendete auch eine Nachricht an den Rest der Liga.

Dem größten Konkurrenten zwei der besten Spieler wegzukaufen, ist zwar ein billiges, aber gleichermaßen effektives Manöver. Die Tatsache, dass so etwas möglich ist, spricht vor allem gegen die Konkurrenz in Deutschland. Luis Figo wechselte zwar einst von Barcelona zu Real Madrid, aber heutzutage scheint es beinahe unmöglich, dass zwischen diesen Rivalen wichtige Akteure transferiert werden. Gleiches gilt für viele Vereine an der Spitze anderer Topligen Europas.

 TabelleBu

Auch wenn Borussia Dortmund in dieser Spielzeit unter den eigenen Möglichkeiten geblieben ist und so die Münchner noch souveräner Meister wurden als man vorher annehmen konnte, liegt das größte Problem woanders. Es heißt Berlin und Hamburg. Dort wären die Standorte, um ernsthafte und dauerhafte Konkurrenten der Bayern aufbauen zu können. Was aber passiert? Während man sich in München in den letzten zwei Jahrzehnte enorm weiterentwickelt konnte, hat man in den beiden größten  Städten des Landes in diesem Zeitraum bestenfalls auf der Stelle getreten.

 

Hertha BSC ist im letzten Jahr erst wieder in die 1.Bundesliga aufgestiegen und der HSV kämpft in diesem gegen den Abstieg. Schauen wir nach England, Spanien oder Italien. In der Premier League spielt mit Chelsea FC ein Londoner Verein mit Manchester City und Liverpool FC um die Meisterschaft, mit Arsenal rangiert ein zweiter auf Platz 4 und wird sich wohl wieder für die Champions League qualifizieren, Tottenham ist immerhin auch noch Sechster. In Spanien befinden sich Real und Atlético Madrid in einem spannenden Dreikampf mit dem FC Barcelona um den Titel. In Italien wird der AS Rom immerhin Vizemeister und Lazio besitzt noch Chancen, sich für die Europa League zu qualifizieren.

 

In Deutschland dagegen hat ein ehemaliger Provinzverein wie Mainz 05 den einst so ruhmreichen Hamburger SV deutlich hinter sich gelassen, Hertha BSC ist als Aufsteiger momentan überglücklich Neunter. Solange in der Bundeshauptstadt und der immerhin noch achtgrößten Metropole der EU nicht endlich über wenigstens ein Jahrzehnt kontinuierlich zielstrebig und professionell gearbeitet wird, dürfte kein dauerhafter Konkurrent für den FCB erwachsen. Mehr als temporär ärgern können die Dortmunder den bayerischen Giganten leider nicht. Ein Blick auf die Ersatzbänke beider Clubs zeigt, warum.

From → Uncategor.

5 Kommentare
  1. Hallöchen,

    ich weiß, du hast nicht mehr unter 200 Lesern. Aber du gehörst mit deinem Blog zu meinen Liebsten Blogs und daher habe ich dich nominiert.
    Falls du mitmachen möchtest, kannst du das gerne tun und es würde mich freuen. Und falls nicht ist das auch ok. Ich zwinge niemanden.

    Liebe Grüße🙂

  2. ribi permalink

    king: mag die bayern auch nicht, aber die sind schreiend stark!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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