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Sotschi: Finnland bezwingt Russland im Viertelfinale

20. Februar 2014

Suomi

Die nicht nur für Vladimir Putin wichtigste Goldmedaille des olympischen Turniers wird nicht im Gastgeberland bleiben. Bereits im Viertelfinale schied die russische Eishockey-Nationalmannschaft von Coach Bilyaletdinov aus. Trotz einer frühen 1-0 Führung unterlag die Sbornaja einer ersatzgeschwächten finnischen Auswahl mit 1-3.

Die billigen Gags darüber, ob Bilyaletdinov und Co. nun in irgendein Gulag müssen, die spare ich mir lieber. Ich bin enttäuscht, denn nichts hätte ich mir Sonntag lieber angeschaut als den Klassiker, ein Finale zwischen Russland und Kanada. Zunächst sah es auch immerhin so als, als könnten die Russen ihrer leichten Favoritenrolle gerecht werden. Außenstürmer Ilya Kovalchuk traf in der achten Minute per Schlagschuss zum 1-0. Auf das Powerplaytor der Gastgeber antworteten die Finnen aber bereits sechs Minuten später. Nach einem gewonnen Bully zeigte Juhamatti Aaltonen seine stocktechnische Klasse, zog zum Tor und glich die Partie aus. Semyon Varlamov, der im Tor unverständlicherweise den Vorzug vor Sergei Bobrovsky erhalten hatte, machte dabei eine unglückliche Figur.

Noch im ersten Abschnitt gelang es den Finnen sogar, die Führung zu übernehmen. Die mittlerweile 43-jährige Eishockeylegende Teemu Selänne sorgte bei seinen sechsten olympischen Spielen für das 1-2. Nach dem 1-3 von Mikael Granlund in der 26. Minute durfte dann Bobrovsky für Varlamov ran. Diese Einsicht kam zu spät. Auch das deutliche Schussübergewicht von insgesamt 38-22 half den Russen nichts. Meistens wurden sie von den Finnen zu Schussversuchen von außen gedrängt. Kam doch einmal eine gefährliche Scheibe auf das Tor, so war Goalie Tuukka Rask zur Stelle. Am Ende blieb es beim völlig enttäuschenden 1-3 und der großen Blamage für Ovechkin, Malkin und Co.. 1-3 gegen eine finnische Mannschaft, die ohne beide Koivus spielte, ohne Riesentalent Aleksander Barkov und ohne Valtteri Filppula.

Finnland trifft nun morgen wieder einmal auf Schweden. Das erste Viertelfinale des Tages hatten die Skandinavier letztendlich souverän mit 5-0 gegen Slowenien für sich entschieden. Der Außenseiter machte es dem Olympiasieger von 2006 über 40 Minuten allerdings sehr, sehr schwer. Mit Geschick, cleverer Taktik und vorbildlichem Einsatz ließen die Slowenen in den ersten beiden Dritteln nur ein Powerplaytor von Alexander Steen zu. Auf der anderen Seite hatten die Schweden ein ums andere Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. Im Schlussdrittel fehlte der Mannschaft um NHL Topstar Anže Kopitar im vierten Spiel innerhalb von fünf Tagen aber leider die Kraft.

Im zweiten Halbfinale treffen morgen um 18 Uhr die USA in einem weiteren Nachbarschaftsduell auf Kanada. Die Amerikaner hatten überraschend wenig Probleme mit Tschechien, bei denen Ondrej Pavelec im Tor einfach nicht gut genug war. Van Riemsdyk, Brown und Backes sorgten bei einem Gegentor von Ales Hemsky für eine beruhigende 3-1 Führung nach 20 Minuten. Zach Parise, Phil Kessel für Team USA und noch einmal Hemsky waren für den Endstand von 5-2 verantwortlich. Lettland bereitete Kanada zeitgleich viel größere Schwierigkeiten. Nur Patrick Sharp für Team Canada und Lauris Darzins hatten nach zwei Dritteln getroffen. Bis sieben Minuten vor Schluss dauerte es, ehe Shea Weber die Kanadier mit seinem Tor zum 2-1 Endstand erlöste.

From → Sport

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