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Finnland neuer Junioren-Eishockey-Weltmeister

6. Januar 2014

Gleichermaßen überraschend wie verdient, wurde die finnische Eishockey Junioren-Nationalmannschaft gestern Abend in Malmö mit einem 3-2 nach Verlängerung Weltmeister. Gegner war ausgerechnet die gastgebende schwedische Auswahl, die als Favorit galt.

Finnland

Ausgelassene Stimmung beim neuen Junioren-Weltmeister

Vielumjubelter Siegtorschütze bei den Finnen war der 19jährige Verteidiger Rasmus Ristolainen, der in dieser Saison bereits seine ersten 19 NHL Partien für die Buffalo Sabres absolviert hat. Nach toller Einzelleistung tauchte das Defensivtalent in der Verlängerung allein vor Torhüter Oscar Dansk auf und schloss im Stil eines Torjägers mit der Rückhand ab. Die Freude beim Erzrivalen der Schweden nach diesem Treffer war nahezu grenzenlos. Kanada, die USA, Russland und die enttäuschten Gastgeber, bei denen im Anschluss einige Tränen flossen, waren als die vier Topfavoriten in das Turnier gegangen. Finnland hatte kaum jemand die Chance auf eine Medaille eingeräumt.

Bedenkt man, dass mit dem verletzten Stürmer Kasperi Kapanen, Verteidiger Olli Määttä, der zeitgleich für die Pittsburgh Penguins spielte und dem größten Talent des Landes, Center Aleksander Barkov (Florida Panthers), gleich drei potenzielle Leistungsträger fehlten und der wichtige Außenstürmer Artturi Lehkonen (von den Montréal Canadiens gedraftet) nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, so ist dieser Erfolg noch beeindruckender. Neben Rasmus Ristolainen spielten Torhüter Juuse Saros (von den Nashville Predators gedraftet) und Stürmer Teuvo Teräväinen ein herausragendes Turnier. Teräväinen, an dem sich die Chicago Blackhawks 2012 in der ersten Runde des NHL Drafts die Rechte sicherten, wurde mit 15 Punkten in 7 Spielen auch souveräner Topscorer der WM. Zum Toptorjäger avancierte sein Teamkollege Saku Mäenalanen mit sieben Treffern.

Mäenalanen war es auch, der nach dem schwedischen Ausgleich zum 1-1 Mitte des zweiten Drittels fast postwendend die Finnen wieder in Führung brachte. Das erste Tor der Begegnung hatte sein Landsmann Esa Lindell erzielt, für die Gastgeber glichen Lucas Wallmark und Christian Djoos zwischenzeitlich aus. Die Bronzemedaille holten sich die Russen in einem ebenfalls engen Spiel gegen Team Canada. Treffer von Mikhail Grigorenko und  Eduard Gimatov bei einem Gegentor von Josh Morrissey, reichten den erleichterten Drittplatzierten zum 2-1 Erfolg. Keine Verantwortung für das enttäuschende Abschneiden Kanadas übernehmen wollte traurigerweise Cheftrainer Brent Sutter. Das ist übrigens der gleiche Mann, der zahlreiche talentierte Stürmer zuhause ließ, um Defensivspezialisten mit nach Schweden zu nehmen, die der Mannschaft im Endeffekt überhaupt nicht weiterhalfen. Für Kanada, Gastgeber der nächsten WM, die 2014/2015 in Montréal und Toronto ausgetragen wird, kann man nur hoffen, dass Sutter dann nicht mehr hinter der Bande steht.

Einen Erfolg der deutschen Mannschaft, die von den Topnationen wieder einige Male in Grund und Boden gespielt wurde, gibt es am Ende auch noch zu vermelden. Mit einem 3-1 gelang im entscheidenden Spiel gegen Norwegen der Klassenerhalt. Frederik Tiffels, Dominik Kahun und Patrik Klopper sorgten für die Treffer, Torhüter Marvin Cüpper glänzte mit 34 Saves. Leon Draisaitl, das größte deutsche Eishockeytalent seit Jahrzehnten, steuerte einen Assist zum Sieg bei und äußerte große Vorfreude auf die nächste Weltmeisterschaft.

From → Sport

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