Skip to content

Die Sache mit der Huffington Post

18. Oktober 2013

Eigentlich wollte ich das Thema übergehen, aber nach dem aktuellen Bericht des Medienmagazins Zapp, den ich gestern sah, habe ich mich umentschieden. Zu sehr nervt mich diese Angelegenheit am Ende doch.

Wer keine Ahnung hat, worum es überhaupt geht, schaut sich am besten direkt den Clip unten an. Man könnte sich jetzt darüber lustig machen, dass die deutsche Huffington Post dem völlig verstrahlten Chernobyl Jobatey den Job des Editorial Director gegeben hat. Was als nächstes, Hansi Hinterseer wird Nachrichtensprecher bei N-TV? Darum geht es aber nicht. Die Kernfrage lautet: Ist es legitim als Blogger unentgeltlich für diese Online Zeitung zu arbeiten?

Ich finde ganz klar nein und würde es sicher nicht tun. Ich habe zwar Verständnis dafür, dass nicht wenige Blogger ganz heiß darauf sind, ein größeres Publikum zu erreichen, aber zu welchem Preis? Möchte ich am Ende wirklich, egal auf welche Weise, ohne Bezahlung zum Erfolg eines millionenschweren Projekts beitragen? Ganz sicher nicht. Nebenbei verhält man sich hiermit unsolidarisch gegenüber Bloggern, die sich das nicht leisen könnten, weil sie vom Schreiben leben (müssen). Ja, letzten Endes geht es wieder einmal ums Geld.

Zwei Sichtweisen

Sehr gut von Zapp, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Ich bin selbstverständlich ganz bei Kai Petermann, wobei es mir aber auch schlichtweg ums Prinzip geht. Romy Mlinzk dagegen macht es sich ganz einfach. Geehrt fühlt sie sich und nimmt das Angebot an. Kann sie ja auch bei ihrem wahrscheinlich nicht schlecht bezahlten (aber bestimmt tierisch langweiligen) Versicherungs-Job. Was sie und ihr Arbeitgeber aber wohl sagen würden, wenn Journalisten oder Blogger auf die Idee kämen, einfach aus Spaß abends in der Nachbarschaft ohne Provision und Gehalt ein paar Versicherungspolicen zu verticken?

Nebenbei ist es sehr wohl ein großer Unterschied, ob mir mein eigener Blog keinen Cent einbringt (so wie mir meiner) oder ob ich für die Huffington Post schreibe. Das würde Frau Mlinzk nach kurzem Nachdenken vielleicht auch verstehen.

From → Uncategor.

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: