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Das rote Elend

1. Oktober 2013

Beinahe wöchentlich hört man jemanden von der SPD im Fernsehen auf die 150-jährige Geschichte der Partei hinweisen. Ich möchte dann immer zu Gernot Hassknecht werden und laut meinen Flachbildschirm anschreien. 

Sigmar Gabriel starrt auf einen Journalisten, der gerade einen Donut ist

Jaja, auf vieles in diesen 150 Jahren können die Genossen stolz sein, aber die letzten 15 davon waren totale SCHEISSE ! Die Agenda 2010, Kriegseinsätze, Waffenexporte in zweifelhafte Länder, die Partei als Mehrheitsbeschaffer für Merkel, die Mehrwertsteuer-Lüge und nicht zuletzt natürlich der Genosse der Bosse. Meiner Meinung nach ist Gerhard Schröder einer der Hauptgründe dafür, dass Angela Merkel heute insgesamt sehr beliebt ist. An ihren politischen Inhalten kann es schließlich nicht liegen. Immerhin ist sie aber nicht eine derart arrogante und unsympathische Person. Wenn sie in Rente geht, wird sie sich auch wohl kaum von einem Unternehmen wie Gazprom bezahlen lassen. Wahrscheinlich auch von keinem anderen.

Zurück zur SPD, die mir dieser Tage gewaltig auf die Eier geht. Erst waren es die dummen Ausreden, mit der man die Abwehrhaltung gegen die Linkspartei rechtfertigen wollte und das gegen den Willen einer Menge SPD Mitglieder. Immer wieder wurden neue Ausflüchte in den Raum geworfen oder die alten falschen wiederholt. Man kann noch so oft behaupten, die Linkspartei wolle aus der NATO austreten, es wird deshalb nicht richtig. Die Linken schlagen vor, die NATO, bei der es sich um ein Konstrukt handelt, welches mehr als 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges nicht mehr gebraucht wird, aufzulösen und die UN zu stärken. Was daran falsch sein soll, ist mir ein großes Rätsel.

Und schon wieder Schwarz-Rot

Schwarz-Rot steht uns also ins Haus. Die Große Koalition wird jetzt manchmal auch mit GroKo abgekürzt. Passt ganz gut, das es auch für Großes Kotzen stehen könnte. Am Ende haben wir eine Opposition, die zu klein ist, um allein Untersuchungsausschüsse einberufen zu dürfen und eine Regierung, die vier Jahre vor sich hin wurschtelt, während die SPD als Juniorpartner verzweifelt versuchen wird, sich nicht weiter von Merkel aussaugen zu lassen. Toll, oder? Klar, international würde man schon gut dastehen. Mit Sigmar Gabriel und Peter Altmeier hätte man ein Duo, das auf der ganzen Welt bei Hotdog-Wettessen eine realistische Chance hätte. Und wer könnte die lächerlichsten Schlager-Clowns am Ballermann besser ablösen als Andrea Nahles und Volker Kauder im Duett?

Natürlich wird die Regierungsbildung noch wochenlang dauern, da die SPD den ganz harten Verhandlungspartner spielt. Am Ende wird die Macht doch zu verlockend sein. Typisch SPD: Von drei Optionen die schlechteste auswählen. Immerhin hat das Ganze etwas Gutes zur Folge. Nämlich Gregor Gysi als Oppositionsführer.

From → Uncategor.

One Comment
  1. ribi permalink

    king: was erwartest du? ich hätte persönlich auch kein problem mit rot-rot-grün, aber: es gilt- sollte auch so sein, das wort von vor der wahl- die medien würden dieses bündnis zerflättern! ich hoffe von einer neuen regierung einen mindestlohn und etwas ordnung am arbeitsmarkt. mehr direkte demokratie- obwohl von nöten- wird es nicht geben! die spd hat sich klar zur „humaneren flüchtlingspolitik“ bekannt/wahlprogramm- von einer abkehr von exitenzvernichtenden sanktionen gegenüber arbeitslosen sehe ich da nichts. es wird sich nur bedingt etwas ändern, schlechter als vorher wird es sicher nicht laufen! will die spd mal wieder den kanzler stellen, muss sie sich an die linke halten, sonst wird dies nichts!

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