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Unnötige Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich

4. Juli 2013

Einen höchst interessanten Beitrag über das Thema Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich sendete die ARD gestern in den Tagesthemen.  Jeder vierte Franzose unter 25 Jahren ist arbeitslos. Mit ein Grund für diese Zahl ist ganz simpel: Es gibt zu wenige Arbeiter und zu viele Akademiker.  

Frankreich

Ein französischer Metzger-Azubi, der zuvor Biologie studierte

Letzteres darf eigentlich niemanden mehr verwundern, oder? Welches Ansehen haben einfache Angestellte oder Arbeiter heutzutage denn noch? Kaum eines. Man bläut jungen Menschen ständig ein, sie müssen unbedingt Abitur machen und dann studieren. Wir reden unaufhörlich von Leistungsträgern und oft sind damit gut verdienende Menschen gemeint, die in Büros irgendeine Arbeit machen, die kaum oder gar keine sichtbaren Ergebnisse bringt.

Natürlich ist Bildung wichtig und selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass die Mehrheit junger Menschen eher in einem Büroraum sitzend ihrer Arbeit nachgehen möchte als für körperlich anstrengendere Tätigkeiten oftmals auch noch weniger Geld zu bekommen, aber die Relationen stimmen vielerorts nicht mehr und ein Diplom ohne anschließendem Job hilft keinem. Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so umsehe, dann finde ich auch ziemlich wenig Leute, die noch etwas herstellen, verarbeiten oder bauen, was man greifen, was man anfassen kann.

Das heißt nicht, dass alle anderen Jobs nicht wichtig wären. Manche sind es absolut. Ich denke an Menschen, die Wissen vermitteln, Personen in sozialen Berufen und ich finde es auch immer gut, wenn sich Leute der Kunst widmen oder für anspruchsvolle Unterhaltung sorgen. Viele andere Berufe sehe ich ziemlich kritisch, aber das ist hier nicht das Thema.

Der Beitrag beginnt nach 20 Minuten und 50 Sekunden:

One Comment
  1. Ich denke, besonders junge, Menschen werden nicht arbeitslos „gemacht“. Ein Problem sind die Erwartungen, dass nach Lehre oder Studium vom Staat (oder Gesellschaft) ein Job-Menue angeboten wird. Die unrealistischen Versprechen, dass es fuer jede Schraube schon eine Mutter gibt muessen unterlassen werden. Der gesamte Vorgang der Berufs-und Lebensplanung ist eine persoenliche Verantwortung. Die des Staates ist es, seinen Buergern keine Hindernisse in den Weg zu legen. Kuenstlichen Hindernisse, Regularien und Eingriffe gilt es abzubauen, dass man sich auch mit wenigen Mittel selbststaendig ernaehren kann.

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