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Eishockey WM: Die Schweiz holt Silber

20. Mai 2013

Ein großartiges Schweizer Team wurde gestern leider nicht zum verdienten Eishockey-Weltmeister.  Nach neun Siegen folgte im Finale gegen Schweden doch die erste Niederlage. 

Schweiz2Sehr, sehr schade, dass dieses Turnier so ein Ende nahm. Nicht nur, weil die Schweiz die beste Mannschaft war, sondern auch weil so die langweiligen und glücklichen Schweden Gold gewannen. Letztere verloren bei der WM übrigens eine Partie mehr als die Schweizer und hätten eigentlich im Viertelfinale gegen Kanada ausscheiden müssen. Wenige Zehntelsekunden fehlten den besseren Nordamerikanern in diesem Spiel zum wohl sicheren Sieg. P.K. Subbans 2-0 fiel leider hauchdünn nach Ablauf der Spielzeit des zweiten Drittels.

Im letzten Abschnitt ging die nervige schwedische Glücksserie dann weiter. Eine der albernen Strafen wegen Spielverzögerung wurde natürlich zum 1-1 ausgenutzt und Kanada im Shootout geschlagen. Warum Lindy Ruff, der Trainer des Favoriten, dabei auf Steven Stamkos verzichtete, der den besten Torjäger unserer Zeit darstellt, ist mir allerdings bis heute auch noch unklar. Wie dem auch sei: Im Eishockey gewinnt leider nicht immer die bessere Mannschaft, aber es ist großartig, dass die vorzügliche Schweizer Arbeit endlich mit einer Medaille belohnt wurde.

In Deutschland gibt´s nur einen Mannschaftssport

Das wäre in Deutschland grundsätzlich auch möglich. Grundsätzlich. Während hier ein oft doch ziemlich langweiliger Sport namens Fußball aber leider alles in Grund und Boden dominiert, gibt es andere Länder, in denen man auch noch für weitere Sportarten Aufmerksamkeit und Geld übrig hat. Zurück zum Finale. Auch hier spielten die Schweizer anfangs absolut großartig, feuerten 7-0 Schüsse auf das Tor von Enroth und gingen bereits in der fünften Minute durch ein sensationelles Tor von Roman Josi, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, verdient in Führung.

Diese hielt leider nicht lange. Ein Ausgleichstreffer aus dem Nichts, so wie wieder einmal ein Powerplaytor und sieben Minuten später stand es 1-2. Typisch Schweden. Einfach zum Kotzen. Die Begegnung war damit praktisch gelaufen, wenn man ehrlich ist. Bis zur 48.Minuten durften die Schweizer zwar hoffen, aber nach dem 1-3 war die Sache durch. Zwei weitere Tore in den letzten zwölf Minuten sorgten dann auch noch für ein Witz-Ergebnis, welches das Spiel kein bisschen widerspiegelte (die Torschüsse waren übrigens 27-27).

Silber gewonnen, statt Gold verloren

Irgendwie fühlt es sich ein, als habe die Schweiz Gold verloren und eigentlich ist das auch so. Bedenkt man aber, dass schon der Halbfinaleinzug nach vielen Jahren, in den es immer wieder Viertelfinal-Niederlagen setzte (oder richtige Enttäuschungen) ein Erfolg war, dann muss man sich mit den Eidgenossen über Silber richtig freuen. Gleichzeitig macht das auch wesentlich mehr Sinn als sich über Schweden zu ärgern. Ganz ehrlich hätte ich aber gut auf die Sedins verzichten können. Ohne die hätte Kanada gegen die Schweiz im Finale gestanden und wer weiß…

Die Bronzemedaille holte übrigens Team USA. Eine frühe 2-0 Führung reichte für die Nordamerikaner, um die Verlängerung zu erreichen, nachdem Finnland den Rest der Partie dominierte. Dort gewann der erst 19-jährige Alex Galchenyuk für die USA die Medaille. 1-0 führte Finnland als Galchenyuk antrat. Wäre er gescheitert, hätte Finnland gewonnen. Er traf und durfte gleich noch einmal ran. Er traf wieder, Granlund für Finnland nicht. Galchenyuk ist nicht nur ein riesiges Talent, sondern besitzt eine sensationelle Nervenstärke.

From → Sport

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