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Warum die AfD keine Alternative ist

17. April 2013

Hä, AfD, was datten? „Autofreunde ficken Dingos“? Nein, die „Alternative für Deutschland“, die aber keine ist. Warum nicht? Das lässt sich ganz schnell erklären.

Bernd Lucke

Bernd Lucke von der AfD

Die „Alternative für Deutschland“ ist letztlich nichts Anderes als eine Anti-Euro CDU. So, jetzt könnte dieser Artikel bereits zu Ende sein, aber ganz so faul möchte ich dann doch nicht sein. Die AfD ist eine monothematische Partei, die aber natürlich nicht als solche gelten will. Deshalb haben die Verantwortlichen im Zuge der offiziellen Gründung noch schnell ein paar andere Punkte beschlossen.

Zunächst einmal ist es nicht falsch, dass der Satz vom ebenfalls scheiternden Europa, sollte der Euro scheitern, Blödsinn ist. Auch liegt die AfD mit ihrer grundsätzlichen Eurokritik nicht verkehrt. So wie sich die Gemeinschaftswährung heute präsentiert, ist sie ganz sicher kein Erfolgsmodell für die Zukunft. Hier handeln zu wollen, anstatt immer nur ein Problem nach dem anderen zu bearbeiten, ist ein guter Ansatz. Dann hört es aber schon schnell auf.

Eine typische konservative Partei

Mehr direkte Demokratie ist zwar eine weitere nicht unberechtigte Forderung der AfD, aber ansonsten ist sie eine typische konservative Partei. Sie will die Familie stärken, was immer das auch bedeuten soll. Viele andere Fragen können wir uns selbst beantworten. Wird sie Hartz 4 abschaffen? Wird sie ein BGE einführen? Wird sie Bildung und Umweltschutz stärken? Wird sie die Umverteilung von unten nach oben umkehren? Wird sie Waffenexporte verbieten? Nein, nein, nein, nein und nein.

Von einer Partei, die aus zig ehemaligen CDU Mitgliedern sowie einer Menge Anwälten, Unternehmern und anderen gut verdienenden Personen besteht, war das selbstverständlich auch nicht zu erwarten. Das Traurige daran? Wir könnten jede neue Partei gut gebrauchen, die sich für eine demokratischere, humanere, sozialere und gerechtere Gesellschaft einsetzt. Darum geht es der AfD allerdings nicht. Letzten Endes haben die meisten Punkte, mit denen sich die AfD beschäftigt, mit Finanzen zu tun.

Finanzen über alles

Diese Partei steht nicht für eine Reform der bestehenden Verhältnisse. Sie verfügt über einige gute Ansätze, ist aber ganz sicher keine wirklich Alternative für Deutschland. Im Endeffekt hat man den Eindruck, dass es hier um einige Menschen geht, die nur Angst um ihr eigenes Vermögen haben. Bezeichnend auch, dass die AfD vor einer ungeordneten Zuwanderung in die hiesigen Sozialsysteme warnt. Gleichermaßen begrüßt man aber natürlich qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.

Ich liebe diesen rechtspopulistischen Scheiß. Gut ausgebildete Leute dürfen kommen, wenn die bloß nicht mit Kopftüchern rumlaufen und ansonsten nach Möglichkeit ihre Fresse halten. Ärzte, Ingenieure und Co. aus Ländern abzuwerben, in denen diese mindestens genauso gebraucht werden wie hier, während man den anderen die Tür verschließt, ist höchst unsozial und schadet anderen Staaten. Wird bei vielen CDU/CSU Wählern ab sicher gut ankommen. Sollte die AfD Merkels Truppe einige Prozent an Stimmen kosten, ist mir das durchaus recht, aber im Bundestag brauche ich diese Partei nicht.

From → Allgemein, Politik

7 Kommentare
  1. ribi permalink

    king: lassen wir doch die wähler entscheiden, hast aber recht, die partei muss noch bekannter werden, ein-themen-parteien sind imeist eintagsfliegen! wieso sollte es eine ungeordnete zuwanderung geben dürfen, kling ja fast wie beim ole-stalinisten uhupardo, sorry! auch zuwanderung ist ein thema von wahlkämpfen, alles andere ist volkspädagogik!

  2. ribi permalink

    king: was wirkliche probleme sind, keine frage entscheidet der wähler, sorry!denkst du, dass das volk nicht zu entscheiden hat, wer bei ihm und von ihm lebt??

    • Warum soll jemand anderes darüber entscheiden dürfen, wo ein Mensch leben darf? Das macht doch grundsätzlich überhaupt keinen Sinn. Es sollte jeder Mensch selbst entscheiden dürfen.

  3. ribi permalink

    king: haben wir halt ne andere meinuhg, im sozialen sind wir uns näher!!

  4. Werden wir mit der AfD mehr direkte Demokratie in Europa bekommen?
    Lesen unsere Erlebnisse im Landesverband Bayern:
    http://alternativernewsletter.wordpress.com/

  5. Gast permalink

    Die AfD hat ihre Schuldigkeit getan, indem sie bei der Bundestagswahl 2013 die FDP unter die 5% – Hürde gedrückt hat. Nun kann die AfD gehen, zumal sie sich immer mehr als Sammelbecken der Rechten erweist, also als die deutsche FPÖ des Herrn Dr. Haider.

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