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Zum 80. Geburtstag Belmondos

11. April 2013

Jean-Paul Belmondo, die große französische Filmlegende, feierte vorgestern seinen 80. Geburtstag. Da er einer meiner Lieblingsschauspieler überhaupt ist, muss ich ihm einfach ein paar Zeilen widmen.

Belmondo in Godards "Außer Atem"

Belmondo in Godards „Außer Atem“

Ja, es stimmt:  Etwa ab Mitte der 70er Jahre hat Jean-Paul Belmondo jede Menge überflüssige Kommerzfilme gemacht. Komödien ohne Ende, von denen er sich den Großteil lieber geschenkt hätte. Einige boten zwar dennoch relativ amüsante und kurzweilige Unterhaltung, wie beispielsweise die Actionkomödie „Der Boss“ (Hold-Up), in der Belmondo als Clown verkleidet eine Bank in Montréal überfällt. Über viele andere seiner Filme sollte man aber lieber den Mantel des Schweigens hüllen.

Ab Beginn der arbeitsintensiven 60er Jahre (28 Mal war er in diesem Jahrzehnt auf der Leinwand zu sehen) hat Belmondo allerdings reihenweise hervorragende Filme gedreht und große Schauspielkunst gezeigt. Der erste besondere Belmondo-Film, den ich sah und bis heute sehr schätze, ist „Außer Atem“ (À bout de souffle). Bei diesem führte Jean-Luc Godard Regie, genau wie nur ein Jahr später beim ebenfalls sehenswerten „Eine Frau ist eine Frau“ (Une femme est une femme). Beide Werke sind heute nebenbei Klassiker der Nouvelle Vague.

Pierrot le fou meine Nummer 1 

Mein Lieblingsfilm Belmondos entstand im Jahre 1965. Wiederum führte Godard Regie, die weibliche Hauptrolle verkörperte Anna Karina auf unnachahmliche Art. Die Rede ist von „Pierrot le fou“, der auf deutsch „Elf Uhr nachts“ heißt. Ein Titel, an den ich mich bis heute nicht gewöhnen kann. Wie die beiden gen Süden fliehen und Belmondo als Ferdinand (Pierrot) sich durch den Film philosophiert, hat aber eine äußerst sympathische, verrückte Leichtigkeit, die ich immer wieder gerne sehe.

Wer in den nächsten Tagen mal (wieder) einen Belmondo Film im Fernsehen schauen möchte, hat dazu mehrere Gelegenheiten. Heute Nacht (12. April) um 1.55 Uhr zeigt die ARD „Cartouche der Bandit“, in dem Claudia Cardinale die weibliche Hauptrolle spielt. Eine Woche später strahlt die ARD zur gleichen Uhrzeit „Elf Uhr nachts“ aus, den ich jedem Filmfreund nur empfehlen kann. Zwischendurch kommen auf verschiedenen Kanälen einige der weniger überzeugenden Werke Belmondos. Richtig schlecht sind allerdings auch die eher selten.

From → Film + TV

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