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Verarschung im Jahr 2013: Teil 327945

9. März 2013

Wir kennen das alle: Wir liefern über Jahre keine gute Arbeit ab und bekommen dennoch wieder einen angesehenen und gut bezahlten Job. Das gleiche passiert dann noch einmal mit dem selben Ergebnis. Kennen Sie nicht? Dann sind Sie offenbar kein sogenannter Top-Manager.

Cayman

Beschrieben habe ich soeben natürlich Hartmut Mehdorn. Genau den Mann, der die Deutsche Bahn zigmal an die Börse bringen wollte, stets erfolglos. Außerdem war er dort auch noch verantwortlich für Personalabbau, ständige Preiserhöhungen, Mitarbeiterbespitzelungen (in die er angeblich nicht eingebunden war) und Probleme der Radsatzwellen beim ICE.  Ist aber alles zweitrangig, denn heutzutage zählt bei einem Manager nur das finanzielle Resultat. Mehdorn hat die Bahn aus den roten Zahlen geholt und war damit erfolgreich. Gleichermaßen simpel wie bescheuert. Als Chef der sympathischen Abschiebe – Fluggesellschaft Air Berlin hielten sich Mehdorns Erfolge auch in Grenzen, aber wer wird denn so kleinlich sein?

Mehdorn auch Opfer von Lohndumping?

Als Belohnung erhält der Manager nun einen Job, bei dem er gar nicht mehr schlecht aussehen kann. Irgendwann muss selbst in Berlin der Flughafen schließlich fertig werden, oder? ODER? Ca. 500.000 Euro Jahresgehalt soll es dafür auch geben. Okay, im Top-Management gilt man damit heutzutage schon als Aufstocker-Kandidat, aber so weit sind wir dann doch noch nicht. Insgesamt ist dieser Fall wieder einmal ein Beweis dafür, wie völlig aus den Fugen geraten unsere Gesellschaft heute ist. Als Leistungsträger nach FDP Maßstäben gelten ohnehin nur Menschen, die Macht und Geld haben, völlig egal, aus welchen Gründen. Allerdings findet sich der Großteil der Menschen hierzulande mit diesem Wahnsinn ab. Leider.

Geld wichtiger als Kinder

Noch ein Beispiel? Wir zahlen den Menschen, die unsere Kinder betreuen und erziehen, wesentlich weniger Geld als den Leuten, die sich lediglich um unser Geld kümmern, sofern wir noch über welches verfügen. Wie pervers auch das ist, dürfte vielen im ersten Moment gar nicht einmal klar sein. Eine der ausgeprägtesten Unglaublichkeiten unserer Zeit ist die Erpressbarkeit von Politik und Menschen durch Großkonzerne. Immer bis zum Rand der Legalität versucht man finanziell herauszuholen, was eben geht. Wenn Ikea, VW, Starbucks und Co. weniger Steuern in Deutschland zahlen als ein Mittelständler, ist das nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung, sondern auch ein Tritt in die Eier von armen Gemeinden, Kommunen und Menschen in diesem Land. Die ZDF Doku „Flucht in die Karibik“ zeigt einen Teil dieser Missstände:

2 Kommentare
  1. alphachamber permalink

    Hallo! Sie beschreiben Symptome, die den meisten missfallen. Leider scheinen Sie die Zusammenheange nicht zu verstehen – oder nicht sehen zu wollen um nicht Ihre Ideologie zu gefaehrden. Dien Schuld liegt nicht bei einer Seite allein. Gehen Sie bitte nicht in die alte populistische „Ihr da oben – Wir da unten“ – Falle. Wir sind alles Buerger des gleichen Misthaufens!

    • 3 Absätze sind für komplexere Zusammenhänge auch irgendwie etwas wenig. Wenn ich mal viel Zeit habe… Was ich mit einem Satz wie „Die Schuld liegt nicht bei einer Seite allein“ anfangen soll, weiß ich nicht.

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