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SPD stürzt in neuer Umfrage noch weiter ab

16. Januar 2013
steinbrück2

Der Absturz der SPD nimmt dank Peer Steinbrück kein Ende

Können Sie sich noch an den 27. September 2009 erinnern? Ja, es war der Tag der Bundeswahl, der den großen historischen Absturz der SPD auf erschreckende 23 % brachte. Über 11 Prozentpunkte weniger als bei der Abstimmung 2005, bei welcher die Partei schon ihre Mehrheit an die CDU verlor.

Knappe dreieinhalb Jahre später sind die Genossen wieder dort angekommen. Genau 23 Prozent lautet das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage. Im Oktober kam die SPD noch auf Zahlen um die 30 Prozent. Geht der Trend so weiter, kämpfen die  Sozialdemokraten am Ende um die 5%-Hürde und Angela Merkel bekommt die absolute Mehrheit. So übertrieben der letzte Satz war, so unwahrscheinlich scheint es momentan, dass die SPD bei der Bundestagswahl im Herbst dieses Jahres den Kanzler stellen kann. Selbst zusammen mit Grünen und der Linkspartei käme man gerade noch auf zwei Prozentpunkte mehr als die CDU. Ein fatales Ergebnis des kolossalen Fehlstarts von Peer Steinbrück.

Vor vier Monaten lachte man noch darüber, aber in der Zwischenzeit muss wohl jeder einräumen, dass die SPD selbst mit Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat momentan kaum schlechter dastehen würde. Langsam kommt man damit ernsthaft nicht mehr an der Frage vorbei, wie lange man sich diesen Kandidaten noch leisten kann und will. SPD-Fraktionschef Steinmeier gab Steinbrück heute in einem Interview mit Spiegel Online eine Jobgarantie. Darüber hinaus schiebt Steinmeier einen Teil der Schuld für das Bild, welches Steinbrück in den vergangenen Monaten abgegeben hat, an die Medien weiter. Beides wenig überraschend und keineswegs glaubwürdig.

Wie viele Menschen in Politik, aber beispielsweise auch Sport, schon recht kurz nach einer ausgesprochenen Jobgarantie eben diesen los waren, muss ich wohl niemanden erklären. Wenn Steinbrück auch in zwei Monaten noch im Amt ist, obwohl sich die Umfrageergebnisse nicht verbessern, was momentan nicht absehbar ist, dann aus einem Grund: Die SPD hat keine Alternative. Nein, sie hat keine Alternative, die auch eine sein möchte. Hätte Hannelore Kraft nicht mehrfach kategorisch ausgeschlossen, als Kanzlerkandidatin für die SPD ins Rennen zu gehen, würde Steinmeier wahrscheinlich längst vor ihr kniend um Erlösung von Steinbrück bitten als ihn in Interviews zu verteidigen.

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From → Politik

7 Kommentare
  1. garlic221 permalink

    Alle Parteien die derzeit im Reichstag sitzen sind Pro EU, noch Fragen Kienzle?

  2. Die einzige, die mir in der SPD zur Zeit Leid tut, ist Frau Kraft. Immer wieder wird nach ihr gerufen, obwohl das Kanzleramt für sie definitiv nicht in Frage kommt. Und mir scheint es so, dass sie das auch wirklich so meint, nicht so wie diverse andere, die nur darauf warten, dass man ihnen hinterherrennt.

    • Naja, das mag ihr manchmal auf die Nerven gehen, aber sie wird sich diesbezüglich auch sicher geschmeichelt fühlen. Von daher ist Mitleid vielleicht etwas übertrieben.

      Ansonsten stimme ich zu. Ich glaube Ihr das auch. Das wiederum spricht dafür, dass sie dann doch vielleicht wieder die beste Person für die Herausforderung wäre. Welcher SPD Politiker an der Spitze ist sonst schon wirklich glaubwürdig?

  3. garlic221 permalink

    Es erschreckt mich immer wieder wie Leute an den Sytemparteien hängen und ihen immer noch vertrauen schenken. Unglaublich, wie sehr sie das Volk doch im Griff haben.

    • Ich hänge nicht wirklich an „Systemparteien“, aber dennoch gibt es einige Politiker, die in bestimmten Fragen durchaus glaubwürdig sein können.

      • garlic221 permalink

        […]die sich aber nicht Ihrem Gewissen verantworte fühlen sondern nach Parteikriterien abstimmen! Soviel Zeit muss sein. Noch Fragen Kienzle?

  4. Ich finde, die SPD hat einige durchaus glaubwürdige Politiker in ihren Reihen. Leider sind das aber auch die Langweiligsten, die auf den Sitzen des Reichstags sitzen. Und das zählt in Deutschland zwar Gott sei Dank nicht so sehr wie in diversen südeuropäischen EU-Ländern, aber hat doch Einfluss auf die Wähler…

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