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Kanada-USA und Schweden-Russland heißen die Halbfinals bei der Eishockey-Junioren-WM

3. Januar 2013
Christoph Bertschy bejubelt sein Unterzahltor gegen Russland

Christoph Bertschy bejubelt sein Unterzahltor gegen Russland

Während sich die deutsche Junioren Eishockey-Nationalmannschaft weiter zielstrebig auf ihrem Weg Richtung Abstieg befindet, treffen sich heute die nordamerikanischen Nachbarn Kanada und die USA im ersten Halbfinale. Im zweiten bekommen es die Schweden mit den gastgebenden Russen zu tun, die sich nur glücklich und äußerst knapp die gegen die Schweiz durchsetzen konnten.  

Deutschland im Eishockey bei den Senioren zu verfolgen, das kann schon manchmal recht schmerzhaft sein. Wie sich die U20 Mannschaft sich dieser Tage wieder einmal abschlachten lässt, spottet jeder Beschreibung. 32 Gegentore in vier Spielen gegen Topnationen stehe zubuche. Einzig gegen die Slowakei konnte man insgesamt relativ gut mithalten, verlor am Ende dann aber auch hochverdient mit 2-1 in der Verlängerung. Gegen Kanada, USA, Russland und Finnland bekam die Truppe von Ernst Höfner kein Bein aufs Eis, wenn der Kontrahent halbwegs konzentriert agierte.

Die Schweiz überzeugte durchweg

Wieder einmal nur neidisch kann man aus Deutschland in Richtung der Schweizer Nachbarn schauen. Die Mannschaft von Sean Simpson startete mit einem lockeren 7-2 Sieg gegen Lettland ins Turnier und verlor anschließend gegen Schweden, Finnland, Tschechien und Russland nicht einmal in regulärer Spielzeit, auch wenn kein weiterer Erfolg hinzukam. Die Schweiz schloss ihre Vorrundengruppe sogar vor Finnland ab. Genau, vor eben jenen Finnen mit Toptalenten Granlund, Armia und Teravainen , die nach einem 3-2 gegen Kanada und einem 5-1 gegen die USA in der Vorbereitung zu den Mitfavoriten zählten.

Russland mit Glück, Tschechien ohne Chance

Im Viertelfinale standen die Eidgenossen dann ganz kurz vor der Sensation. In einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel hatten die Schweizer im russischen Ufa gegen den Favoriten sogar einen Vorteil bei den Torschüssen. Zwei Rückstände machte die Mannschaft von Sean Simpson wett, ehe Sven Andrighetto elf Minuten vor dem Ende dann sogar die 3-2 Führung erzielte. Wer dachte, die Russen würden nun nur noch auf das Tor von Melvin Nyffeler anrennen, sah sich getäuscht.  Die Schweiz spielte weiter munter mit. Lucas Balmelli hatte die Chance zur Entscheidung, als nur noch etwas mehr als zwei Minuten zu absolvieren waren. Er scheiterte aber freistehend vor dem russischen Tor. Die Schlüsselszene des Spiels.

Etwa eine halbe Minute später gelang  Nikita Kucherov in Überzahl das 3-3. Nach torloser zehnminütiger Verlängerung setzten sich die Hausherren im Shootout nach insgesamt zehn Schützen dann doch noch denkbar knapp mit 2-1 durch. Der entscheidende Treffer ging wiederum auf das Konto von Top-Torjäger Kucherov. Extrem bitter für eine Schweizer Mannschaft, die sich nach diesem tollen Eishockeyspiel die Chance auf eine Medaille absolut verdient hätte. Im zweiten Viertelfinale setzte sich Team USA dagegen überraschend problemlos mit 7-0 gegen sehr enttäuschende Tschechen durch. John Gaudreau war mit einem Hattrick der Matchwinner.

Jonathan Drouin trifft per Bauerntrick

Im ersten Halbfinale des heutigen Tages wird es für die Amerikaner deutlich schwieriger. Gegen eine kanadische Mannschaft, die bisher alle Partien bei diesem Turnier gewonnen hat und nach zwei freien Tagen deutlich ausgeruhter sein wird, ist die Truppe von Phil Housley nur Außenseiter. Wer allerdings einen Torhüter wie John Gibson hat und weitere Topspieler wie Jacob Trouba, Seth Jones oder Alex Galchenyuk, der ist auch gegen grandiose Talente wie Drouin, Huberdeau und Nugent-Hopkins nicht chancenlos. Im zweiten Halbfinale treffen ebenfalls ausgeruhte Schweden auf die russische Mannschaft, die das schwierige Spiel inklusive Verlängerung gegen die Schweiz in den Beinen hat. Insgesamt spricht die Gesamt-Qualität allerdings wiederum etwas für die Gastgeber.

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From → Sport

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