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Bundesliga: Pure Langeweile an der Spitze

21. Oktober 2012

Oftmals hat man in den letzten Jahren in Deutschland über die Primera División und über die Premier League gemeckert. In Spanien gäbe es nur zwei Mannschaften, die ihre Liga nach Belieben dominieren und in England die großen Vier, die alles unter sich ausmachen, beschwerte man sich. Nun blicken wir am 21. Oktober 2012 auf die Tabellen der drei Ligen und was sehen wir? Langeweile gibt´s nur in der Bundesliga.

Diese Saison wird Bayern München mindestens einen Titel holen
Foto: rayand

Diese Langeweile bezieht sich zwar nur auf die Spitze, aber da schaut nun einmal jeder logischerweise zuerst hin. Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München dominiert die Bundesliga momentan, wie noch nie eine Mannschaft zuvor. 8 Spiele, 8 Siege und damit 24 Punkte bei einem sensationellen Torverhältnis von 26-2. Gestern gab es ein lockeres Trainingsspiel bei Fortuna Düsseldorf, die sich als Aufsteiger bisher sehr solide präsentiert hatten und nur drei Gegentore in den ersten sieben Spielen kassierten. Gegen München kamen gleich fünf dazu. In Dortmund verlor der amtierende Meister währenddessen weiter Boden auf die Bayern und das ausgerechnet aufgrund einer 1-2 Pleite gegen den Erzrivalen Schalke 04.

Schauen wir uns nun die Tabelle der Fußballbundesliga an, dann sehen wir dass Bayern fünf Punkte Vorsprung auf Frankfurt hat. Die Eintracht ist ein hervorragender Aufsteiger und kann meiner Meinung nach in dieser Saison einen Europa League Platz erreichen, wenn Leistungsträger wie Rode, Inui und Meier fit bleiben, aber mit dem FCB über 34 Spieltage mithalten, können sie leider ohne Zweifel nicht. Zwei weitere Zähler zurück befindet sich Schalke 04, die zwar auf gutem Niveau eine ausgeglichene Mannschaft haben, aber auch für sie wird es nicht reichen. Zudem haben sie den Trumpf des Heimspiels gegen die Bayern nicht mehr in der Hinterhand. Dieses verloren sie nämlich bereits am vierten Spieltag mit 0-2.

Auf Platz 4 folgt dann der Meister der letzten beiden Spielzeiten, Borussia Dortmund. Schon üppige zwölf Zähler Rückstand hat die Mannschaft von Jürgen Klopp auf die Truppe von Jupp Heynckes. Angesichts der Stärke der Bayern, der eigenen temporären Schwäche und der Tatsache, dass man sich in der mit Abstand stärksten Champions League Gruppe beweisen muss, einfach zu viel. Natürlich ist noch eine Menge Fußball zu spielen und die Tatsache, dass Bayern nicht perfekt ist, zeigte die Partie bei BATE Baryssau, welche mit 3-1 verloren wurde. Dennoch sind der Vorsprung des Rekordmeisters in Verbindung mit der Qualität der Mannschaft für mich einfach zu viel, um noch auf einen spannenden Titelkampf hoffen zu können.

Foto: Camp Nou / Netol

Anders sieht es in Spanien und England aus. Die Primera División ist momentan interessant wie lange nicht mehr. Barcelona führt zwar wenig überraschend und besitzt schon seit ein paar Wochen einen 8-Punkte-Vorsprung auf Real Madrid. Acht sind aber mit dem Heimspiel für Real in der Hinterhand theoretisch durchaus noch aufholbar. Jedenfalls ist das deutlich denkbarer, als das Dortmund die Bayern noch abfängt. Interessant ist aber auch, dass es momentan eine weitere sehr starke spanische Mannschaft gibt. Ich glaube nicht, dass Atlético Madrid am Ende einen der ersten beiden Plätze ergattern kann, aber gelingt dem Team um Star-Stürmer Falcao heute Abend ein Sieg in San Sebastian, dann rückt man wieder auf nur einen Punkt an Barcelona heran.

In England ist Liverpool FC aus der Top 4 heraus gebrochen und es sieht so aus, als könne Arsenal in dieser Saison das gleiche Schicksal blühen. Auf Platz 9 befinden sich die Gunners nur (der Rückstand auf Platz 5 beträgt allerdings nur zwei Punkte), während dafür Everton eine gute Rolle spielt und heute sogar auf einen Punkt an Platz 3 herankommen könnte. Einen Champions League Platz werden sie sicherlich am Ende nicht erreichen, aber vielleicht Tottenham. Ganz oben kündigt sich dagegen ein spannender Dreikampf an. Es gibt zwar genügend Gründe, alle drei Vereine nicht besonders gut leiden zu können (geht mir jedenfalls so), die dort um die Plätze streiten, aber Spannung ist hier wenigstens bis in die Endphase der Saison praktisch garantiert.

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