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Liverpool FC macht sich weiter lächerlich

3. September 2012

Meine Damen und Herren, ich kann nichts garantieren, aber ich denke, dieses ist der letzte Artikel über Liverpool FC für eine ganze Weile. Vielleicht auch für immer. Das klingt jetzt dramatisch, aber ich habe nach den vergangenen vier Tagen die Schnauze wirklich voll.

Die Geschichte des gestrigen Spiels ist schnell erzählt. Mehr Ballbesitz als Arsenal, mehr Schüsse Richtung Tor des Gegners und 10-2 Ecken. Trotzdem war die Leistung wesentlich schlechter als in der Vorwoche und ein paar fatale Fehler wurden bestraft, 0-2. Natürlich wäre die Partie auch wohl anders verlaufen, wenn der verdammte Howard Webb nicht gepfiffen hätte. Mit ihm und Phil Dowd hat man bisher an der Schiedsrichterfront auch schon unglaublich viel Scheiße bekommen. Die Aufregung über Howard Webb hält sich aber in Grenzen. Jeder weiß, dass er Fan der zweitbesten Mannschaft aus Manchester ist und Liverpool nicht leiden kann. In der 50. Minute hätte der wieder einmal viel zu langsame Mertesacker mit einer gelb-roten Karte vom Platz gehört und es hätte außerdem Elfmeter geben müssen. Ein Stürmer wird im Strafraum festgehalten, kann eine Flanke so nicht erreichen und man lässt das einfach laufen? Über 40 Minuten hätte man dann noch gehabt, um das Spiel zu gewinnen…

Als falsch erwies es sich auch, dass Suárez und Gerrard beide ihr drittes komplettes Spiel in einer Woche absolvieren mussten. Vor allem letzterer scheint dazu einfach nicht mehr in der Lage. Nuri Şahin hatte auch kein überragendes Debüt, aber ich bin sicher, dass er bereits zum Ende des Monats zu den Leistungsträgern gehört. Gestern überzeugten ohne Einschränkung nur Joe Allen, Raheem Sterling und nach seiner Einwechslung auch Jonjo Shelvey, der in nächster Zeit auch Stammspieler werden sollte. Durchschnittsalter der 3? 19,7 Jahre, wenigstens das macht Mut. Ein weiteres großes Problem zeigte sich allerdings dann gestern auch noch. Nach der Partie gegen die eigentlich viel bessere Truppe von Manchester City dachte ich noch, dass es vielleicht nur selten zum Vorschein kommen würde, aber gestern war es leider schon der Fall. Nach dem Ausfall von Lucas Leiva gibt es keinen klassischen defensiven Mittelfeldspieler mehr im Kader. Mit Lucas wäre zumindest das erste Gegentor so wohl kaum gefallen.

Wenn man ehrlich ist, dann fehlen momentan eigentlich drei Spieler. Eben jener Mittelfeldspieler und natürlich zwei Stürmer. Gestern hatte man keinen einzigen auf der Bank. Einfach unfassbar. So bringt es dann wahrscheinlich aber doch nichts, dass der Rest der Mannschaft eigentlich wirklich gut besetzt ist. Ein Punkt nach drei Spielen, einer! Die nächsten Aufgaben werden auch nicht einfacher. Zunächst geht es nach Sunderland. Hätte man mir gestern Nachmittag erzählt, dass Liverpool eines der nächsten beiden Spiele gewinnt, hätte ich deutlich eher auf die Heimpartie gegen Arsenal getippt als auf das Spiel dort. Dann geht´s zuhause gegen die andere Mannschaft aus Manchester. Nach fünf Spielen kann man anschließend durchaus noch immer sieglos sein. Ich hoffe es nicht, aber wirklich aufregen will ich darüber einfach nicht mehr.

Zu sehr hat man sich in diesem Jahr blamiert. Zu sehr hat sich der Verein zum Negativen geändert und die letzten Tage waren vielleicht die stinkende Spitze des Eisbergs aus gefrorenem Müll. Zudem wendete sich John fucking Henry heute mit einem offenen Brief an die Fans. Wer diesen Scheiß als Fan „frisst“, dem ist nicht zu helfen. Ja, die Vorbesitzer waren ganz üble Arschlöcher, aller Anfang ist schwer, ene mene mink mank – stink stank. 2 Stürmer, ihr dummen Idioten! Ein gewöhnliches Spitzenteam hat heute vier. Nicht selten sogar absolute Topleute. Wenn jemand wie Henry, der für die Entlassung Dalglishs verantwortlich ist, dann auch noch vom „Liverpool Way“ spricht und meint, seine FSG Gruppe wäre nicht am Profit interessiert, dann kann ich nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln. 

Interessant fand ich heute den Kommentar eines Baseball Journalisten. Dieser hat nämlich mit Henry und FSG, die eben auch die Boston Red Sox besitzen, schon etwas länger zu tun und interessante Dinge zu vermelden, wie Sie hier kurz nachlesen können. Zum Schluss noch eines. Die Tatsache, dass die Gerüchte über eine Rückkehr von Michael Owen nicht gleich dementiert werden und man tatsächlich das Gefühl bekommt, der kleine widerliche Krüppel wäre eine Option, ist ein weiterer Hammer. Als sich selbst Didi Hamann dafür aussprach, saß ich nur noch paralysiert vor meinem Bildschirm. Ich würde lieber ohne Owen absteigen, als mit der kleinen Ratte Champions League spielen. Auch der Name del Piero fällt immer häufiger. Wie lächerlich will man sich eigentlich noch machen? Ich weiß es nicht, aber ein Ende scheint noch nicht unbedingt in Sicht.

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From → Sport

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