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Sich fügen heißt lügen

16. Juni 2012

Nun ist sie also tatsächlich da, seit gestern. „Sich fügen heißt lügen“ ist die Premiere CD von Slime in diesem Jahrtausend, das erste Studioalbum seit 18 Jahren und es fühlt sich immer noch irreal an, es in der Hand zu halten und hören zu dürfen. Im Oktober und November stehen dazu Konzerte von Slime in Köln und Düsseldorf auf Programm, einfach großartig. „Sich fügen heißt lügen“ ist erst die zweite oder dritte CD, die ich mir in den letzten fünf, sechs Jahren gekauft habe. Etwas, was ich in diesem Fall durchaus auch anderen, langjährigen Fans empfehlen möchte. Meistens höre ich heute Musik über Youtube und ich habe in der Vergangenheit natürlich ebenfalls oft den kostenlosen Download im Internet gewählt, aber Slime haben die Unterstützung verdient, wenn man es sich denn irgendwie leisten kann.

Hier kann man ein ganz gutes Review lesen, wenn man von zwei Fehlern absieht. Erich Mühsam starb 1934, nicht 1936 und es muss „Viva la Muerte“ und nicht „Muerta“ heißen, aber was soll´s? Ich persönlich finde es immer noch schade, dass Slime es am Ende der CD nicht doch noch mit ein oder zwei eigenen Texten probiert haben, aber dafür haben sie sehr gute ausgesucht. Texte, die teilweise 100 Jahre alt sind und abgesehen von ein paar veralteten Vokabeln dennoch gar nicht antiquiert anmuten. „Wenn die Bänker über Leichen gehen“ aus „Seenot“ fällt mir diesbezüglich spontan ein. Besonders der Titelsong „Sich fügen heißt lügen“ hat es mir sofort angetan.

Mit „Sich fügen heißt fügen“ beginnt das Album großartig, aber in „Wir geben nicht nach“ und „Freiheit in Ketten“ habe ich mich seit gestern auch schon verliebt. Der ein oder andere weitere Song wird in den nächsten Tagen hinzukommen, da bin ich mir ganz sicher. Einzig mit „Revoluzzer“ kann ich im übrigen bisher nichts anfangen, was allerdings nicht am Text liegt. Musikalisch macht das später „Rebellen“ aber auch wieder mehr als gut. Zum Schluss noch ein Link zu einem der Interviews, die von Slime in den letzten Wochen gegeben wurden.

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8 Kommentare
  1. Woanders hab ich geschrieben:
    „Würde nicht Slime draufstehen, hätte ich gesagt: solide, aber eher unspektakuläre Punkplatte. Von Slime erwarte ich aber mehr. Von daher: Braucht’s nicht.“

    Ist eine langweilige Slime-Platte. Aber wen wunderts? Die sind inzwischen auch alt, relevant schon lange nicht mehr. Das Kapitel sollte man einfach mal schließen.

    • Das „unspektakulär“ kann ich noch akzeptieren, aber den Rest sehe ich ganz anders.

      • Klar, Geschmackssache. Die „Fans“ altern halt mit ihrer Band. Das ist eine symbiotische Beziehung. Wie bei den Rollings Stones oder Bap.
        Wenn Du aber mal versuchst – objektiv von außen- diese Platte mit dem legendären Frühwerk (was ich absolut überragend finde) zu vergleichen, dann ist diese Platte sehr, sehr schwach.

      • Die erste finde ich auch immer noch am besten, dann folgt Schweineherbst, aber mit allen anderen kann die neue für mich absolut mithalten.

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