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Der kriegssüchtige Bundespräsident

13. Juni 2012

Joachim Gauck hat gestern ordentlich zugeschlagen. Viel ist darüber schon gesagt und geschrieben worden, aber seinen Satz „Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen“ kann ich nicht unkommentiert lassen. Mehr Offenheit für deutsche Auslandseinsätze der Bundeswehr zu fordern, ist eine Sache. Von einem Bundespräsidenten erwartete ich so eine Aussage aber wirklich nicht, genauso wenig wie von einem Pastor. Beides ist Gauck und nicht irgendein CDU Hinterbänkler, über dessen Kommentar man einfach schulterzuckend hinwegsehen könnte.

Eine Ignoranz der Bürger gegenüber den Streitkräften, bemängelt Gauck ebenfalls (SPON). Was für eine Frechheit, was für ein Hohn. Regelmäßig spricht sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr aus. Aus welchen Gründen denn wohl? Diese Umfragen scheinen Gauck, genau wie vier der fünf im Bundestags sitzenden Fraktionen, egal zu sein. Der Mann, der so gerne Präsident aller Menschen dieses Landes sein möchte, zeigt hier wieder genau, dass er das eben nicht ist. Den Menschen Ignoranz vorzuwerfen, zeugt lediglich von Ignoranz Seiten Gaucks. Vielleicht will die Mehrheit einfach nicht, dass deutsche Soldaten im Ausland töten, selbst verletzt und getötet werden oder traumatisiert von ihren Einsätzen zurückkommen?

Es mag etwas einfach sein, grundsätzlich jeden Kriegseinsätz abzulehnen. Noch viel einfacher ist es aber, sich für diese Einsätze auszusprechen, wenn man die Konsequenzen nicht tragen muss. Man kann sich damit brüsken, dass man nicht wegschaut, dass man etwas unternimmt. Die Toten bedauert man natürlich von ganzem Herzen und das war´s dann. Es ist so verdammt einfach und billig, wenn man niemanden kennt, der im Ausland getötet und verletzt wird. Wenn man nicht mit Frauen reden muss, die ihre Kinder oder Männer verloren haben und natürlich hat Gauck auch wohl kaum Angehörige, die bei der Bundeswehr sind und an diesen Einsätzen teilnehmen.

Gaucks Gequatsche von Freiheit wird mit den gestrigen Aussagen auch nicht glaubwürdiger. Soldaten gehören im System von Befehl – Gehorsam und geringer eigener Entscheidungsmöglichkeiten, zu den unfreiesten Menschen unserer Gesellschaft. Das scheint Gauck wieder einmal relativ gleichgültig zu sein, genau wie zuvor schon die Tatsache, dass es Freiheit ohne soziale Gerechtigkeit auch nicht wirklich gibt.

(Meine Erwartungen sind bisher voll erfüllt worden, danke)

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From → Politik

2 Kommentare
  1. Wenn Gauck so weitermacht und jeden Tag deutlicher beweist, dass dieses Amt schlicht abgeschafft gehört, ist es mir recht.

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