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Irritiert, improvisiert und penetriert

12. April 2012

Der Volker von der CDU spricht Kauderwelsch, tätä tätä tätä. Mal schauen, ob dieser schlechte Gag morgen in der „heute-show“ auftaucht…Ich habe mit Herrn Kauder aber natürlich nicht ohne richtigen Grund begonnen. Noch vor Ostern reiste der Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion nach Spanien und seine Aussagen in diesem Zeitraum gehen mir einfach nicht aus dem Kopf.

“Ich möchte die spanische Regierung ermuntern, auf dem eingeschlagenen Weg der Reformen fortzufahren. Für die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Begrenzung des Staatsdefizits und zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes hat Premierminister Rajoy unsere volle Anerkennung“ sagte er beispielsweise, wie man hier nachlesen kann. Man könnte irritiert sein, hätte man sich an diese Dinge nicht längst gewöhnt.

Nein, so sehr kann ich mich an solche Sätze nicht gewöhnen, dass sie bei mir keine Irritationen mehr hervorrufen. Wie Kürzungen, besonders die im sozialen Bereich, beschönigend als Reformen dargestellt werden und der Abbau von Arbeiter/Arbeitnehmerrechten als Liberalisierung verkauft werden, ist nichts anderes als ekelerregend. Die Dreistigkeit, mit der Menschen wie Volker Kauder ihre Kommentare ablassen, ist atemberaubend.

Wenn man dann hier liest, wie zusätzlich zu einem ohnehin schon einschneidenden Sparpaket in Spanien noch einmal eben 10 Milliarden im Bereich Bildung und Gesundheit eingespart werden sollen, kann man nur noch resigniert den Kopf schütteln. Das sind nicht nur Dinge, die Menschen unmittelbar betreffen, sondern Maßnahmen, die sich auf absehbare Zeit sehr wahrscheinlich auch finanziell rächen werden. Alternativlos nennt man dann, was tatsächlich eine verzweifelte Politik ohne langfristig erfolgversprechendes Konzept ist.

Der heutige Beitrag ist übrigens komplett improvisiert. Ich habe keine Ahnung, womit es weitergeht und mir zuvor kaum Gedanken gemacht. Hmm, wie wäre es hiermit? Viel habe ich schon über den ungarischen Regisseur Bela Tárr geschrieben. Wer sich in der Zwischenzeit eventuell an einen Films Tárrs herangetraut hat, den dürfte dieses Interview interessieren, welches er vor knapp einem Monat der FR gab. Ich kann immer noch nicht glauben, dass das „Turiner Pferd“ sein letzter Film sein soll. Das wäre einfach zu schade.

Sich und seine Mannschaft in eindrucksvoller Weise penetriert hat gestern der Holländer Arjen Robben des FC Bayern München. Zuerst verschoss er einen Elfmeter, wie es zuletzt wohl nur Aiyegbeni Yakubu erbärmlicher machte und anschließend vergab er von ca. drei Metern eine weitere Chance zum Ausgleich. Der Aberglaube, dass der gefoulte einen 11er nicht schießen sollte, lebt damit natürlich noch intensiver weiter und Borussia Dortmund hat den Meistertitel so gut wie sicher. Freut mich für Robben, der mich mit seiner nervigen Theatralik und Schauspielerei seit Jahren nervt.

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