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Endlich wieder ein Finale der Reds

24. Februar 2012

In gut 40 Stunden ist es endlich so weit. Sonntag um 17 Uhr (in Deutschland live auf Sport1) wird Liverpool FC im Wembley Stadium zum Finale des League Cups einlaufen. Der Pokal-Wettbewerb, der immer den Namen eines Sponsors trägt (seit 2003 Carling), steht zwar weiter klar im Schatten des deutlich traditionsreicheren FA Cups, aber immerhin gibt es ihn mittlerweile auch schon seit 30 Jahren. Zu Anfang trug er übrigens den lustigen Namen „Milk Cup“.

Viele große Clubs nehmen ihn nicht immer sehr ernst, aber dennoch geht es hier um einen Titel, der unter Umständen alles andere als einfach zu gewinnen ist, wie man am Beispiel Liverpools in dieser Saison gut sehen kann. Wer nacheinander auswärts bei Stoke City und Chelsea siegt und anschließend über zwei Partien Manchester City bezwingt, hat sich die Finalteilnahme und den am Ende möglichen Titel redlich verdient. Deutlich weniger namhafte Gegner hatte der Endspielgegner Cardiff City, aber wenn ein Championship Team (2.Liga), welches noch um den Aufstieg in die Premier League spielen kann, im ausverkauften Wembley Stadium auflaufen darf, dann sollte man diese Mannschaft auf keinen Fall unterschätzen.

Der ehemalige Premier League Spieler Robbie Savage traut seinen Waliser Landsleuten dagegen nicht viel zu und meint, Cardiff könne nur gewinnen, wenn der Liverpooler Mannschaftsbus das Stadion nicht findet. Hmm, ich bin da ein kleines bisschen weniger optimistisch, aber Savage fand ich schon als Spieler nicht so clever. Wie die Waliser war Birmingham, 2001 der bis dato letzte Finalgegner Liverpools im League Cup, auch ein Team aus der zweiten Liga. Erst im Elfmeterschießen konnte man sich damals durchsetzen. Ein paar Monate später folgte übrigens der legendäre UEFA Cup Gewinn in Dortmund. Ein Abend, an den ich mich immer gern erinnere. Nachdem ich das Stadion verließ, war ich leider nur viel zu nüchtern.

Hätte mir vor fünf, sechs Jahren jemand gesagt, dass ich 2012 dem Endspiel dieses Wettbewerbs schon ein wenig entgegenfiebern würde, ich hätte es nicht geglaubt. 2006 der legendäre FA Cup Gewinn, ein Jahr zuvor das sensationelle Comeback im Champions League Finale gegen Milan in Istanbul. Ich bereue immer noch, dass ich damals nicht in der Stadt war. Dafür befand ich mich zwei Jahre später in Athen. Nach einer abenteuerlichen Reise per Flugzeug nach Budapest, per Zug nach Belgrad, per Nachtzug von dort nach Thessaloniki und von da noch einmal per Nachtzug nach Athen.

Der Weg war damals das Ziel, aber die verpasste Chance, zum sechsten Mal den großen Pott zu holen, schmerzt am Ende doch immer noch ein ganz wenig. Seit dem habe ich nie wieder mehr als ein paar Sekunden dieser Begegnung schauen können. Der verdammte Fandel, der noch verdammtere Inzaghi. Hätte Liverpool nur ein halbes Jahr früher Fernando Torres, der mittlerweile „durch“ ist, verpflichtet, es wäre eine ganz andere Partie geworden. Naja, hätte, wäre, wenn. Übermorgen gibt es nur den Weg zum Sofa, der Titel ist das Ziel.

Eine Gänsehaut bekomme ich, wenn ich bedenke, dass mit Manager Kenny Dalglish und Steven Gerrard der beste Liverpool Spieler des letzten Jahrhunderts und der beste diesen Jahrhunderts die Mannschaft anführen werden. Bei diesem Clip wird die Gänsehaut noch extremer:

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From → Sport

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