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Von Rasierklingen, Krebs und altem Bier

3. Februar 2012

Am Montag war ich den Tränen nahe. Am Boden zerstört, erschüttert, deprimiert, depressiv und suizidal. Ich bekam die Nachricht, dass Markus Krebs nicht am gestrigen Donnerstag im Düsseldorfer Knoten bei den „Mixed Pickles“ würde auftreten können. Ich brauchte einen halben Tag, um mich zu fangen, aber dann packte ich die Rasierklingen doch wieder zurück in die Verpackung, das Seil in den Abstellraum, die Tabletten in die Schreibtischschublade, bevor ich noch den Toaster aus dem Bad wieder in die Küche stellte. Ich habe übrigens keinen Fön.

Manche Menschen machen Chili mit Tofu statt Rinderhack und finden das ganz toll, ich find´s scheiße und was wäre Barcelona ohne Messi? Immer noch ziemlich gut, aber ersetzen kann man ihn nicht. Genau so wenig wie man Markus Krebs ersetzen kann. Wenn ich schon an den Gag mit seinem fiktiven Krimi, die „Thrillerpfeife“, denke: Ich könnte mich kaputtlachen, selbst beim dritten oder vierten Mal oder dieses „Scheißegal, wer dein Vater ist. Solange ich hier angele, läuft keiner über´s Wasser“ oder die Pommes „gemischt“, einfach geil.

Also fuhr ich gestern durch das frühsommerliche Düsseldorf ohne die ganz großen Erwartungen gen Altstadt zur Comedyveranstaltung. Dort erwartete mich dann aber trotz allem ein wirklich netter Abend. Besonders gut gefiel mir Özgür Cebe. Gut, er hätte jemand anderen als mich mit „Eh, woher kennst Du meine Freundin?“ anbrüllen können, aber nicht weiter schlimm. Auch die anderen Künstler waren insgesamt durchaus nicht schlecht. Gefehlt hat höchstens eine Frau auf der Bühne, wenn man von der wie die immer bezaubernden Gastgeberin Nadine und der entzückenden Julia in ihrer kurzen Assistenzrolle absieht.

Natürlich wäre es eine super Idee, das Schlösser Alt durch Füchschen, Schlüssel oder Schumacher zu ersetzen, aber ich will nicht kleinlich sein. Ein guter Abend bleibt ein guter Abend. Ich kann jedem empfehlen, der Zigarettenqualm (gehört für mich immer noch in eine richtige Kneipe) nicht zu schlimm findet, mal vorbeizuschauen. Am besten am 14.6., wenn Markus Krebs dann tatsächlich auftritt, sofern ihn das verdammte Fernsehen lässt.

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From → Allgemein, Kultur

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