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Die Deutsche Bank und mein Stuhlgang

2. Februar 2012

Die aktuelle Ausgabe des Spiegel beinhaltet die Titelgeschichte „Die Zocker AG – Die dubiosen Geschäfte der Deutschen Bank“. Diese kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen. Also die Geschichte, sicher nicht die Bank. Vor allem jeder, der sein Konto bei dieser Bank hat oder Aktien von ihr hält, sollte diese in Ruhe lesen. Alle Alternativen sind auch nicht uneingeschränkt besser, aber um auf den Titel dieses Artikels zurückzukommen: Ich persönlich würde lieber meine eigene Scheiße fressen, als irgendeine geschäftliche Beziehung zur Deutschen Bank zu haben und sei diese noch so klein.

Der Artikel führt uns zu Beginn von Ackermanns Villa in Frankfurt zu verfallenen, von der Deutschen Bank verwalteten Häusern, nach Cleveland, Ohio. In den USA wird die Deutsche Bank mit Klagen übersät. Von der Pensionskasse der amerikanischen Lehrer, der Gewerkschaft der Eisenarbeiter oder der Genossenschaftsbank von San Francisco. Die Vorwürfe sind eindeutig: Betrug bei Immobilienkrediten. Von Zockerei ohne moralischer Verantwortung noch vor der Finanzkrise ist die Rede. Hauptverantwortlich dafür? Anshu Jain, designierter Nachfolger von Ackermann.

Für die Rolle der deutschen Bank in der Finanzkrise hat ein Untersuchungsbericht des amerikanischen Senats klare Worte gefunden. Neben Goldman Sachs wäre die Deutsche Bank das übelste Beispiel. Von beiden Banken „vertriebene Finanzprodukte und ihre Geschäftspraktiken hätten „eine Schlüsselrolle in der Finanzkrise gespielt“.“ Auch soll das in Frankfurt ansässige Unternehmen „sich staatliche Zuschüsse in Millionenhöhe für Geschäfte mit US-Immobilien erschlichen haben. Die Frankfurter hätten sich bereichert, während amerikanische Hausbesitzer auf der Straße landeten und die US-Regierung auf Hunderten Millionen Dollar Kosten sitzenblieb.“

Weiter möchte ich auf den Artikel nicht eingehen, denn jeder der sich für dieses Thema interessiert, sollte ihn sich selbst durchlesen. Bemerkenswert ist er ohne Zweifel, auch wenn man daran denkt, wie die üblichen Verdächtigen die Deutsche Bank in Talkshows immer wieder verteidigen. Sie hätte ja keine staatlichen Hilfen im Zuge der Finanzkrise gebraucht. Direkt vielleicht nicht, aber wenn man genauer hinsieht, ist diese Aussage Schwachsinn. Wer hat denn noch rechtzeitig einen riesen Haufen Schrottpapiere an die IKB verkauft…?

So, bevor ich mich weiter aufrege, gehe ich lieber in die Altstadt und lasse mich mit etwas Comedy unterhalten. Leider musste der großartige Markus Krebs absagen, aber wer den mal live sehen kann, der sollte sich das nicht entgehen lassen, sofern er (oder sie) das hier lustig findet. Ich habe es schon mindestens fünf, sechs Mal geschaut und kann immer wieder darüber lachen oder zumindest schmunzeln:

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From → Allgemein, Kultur, Politik

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