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Mein Mann Lars

5. Januar 2012

Vor einem Monat schrieb ich über meinen Mann Alexei, nun also ist Lars an der Reihe. Alexei ist weiter mein Lieblings-Eishockeyverteidiger, keine Sorge. Er macht sich zur Zeit auch gut. Harte Checks und +4 in den letzten beiden Spielen. Larry, wie Lars Eller von seinen Teamkollegen genannt wird, ist der Eishockey Center, den ich am meisten mag. Eller kommt aus Rødovre, einer kleinen Stadt in Dänemark und wurde 2007 an Stelle 13 des NHL Drafts von den St.Louis Blues gezogen, von wo er vorletztes Jahr zu den Montreal Canadiens wechselte.

Seit mehr als einem Jahr erzähle und schreibe ich jedem, der sich auch nur etwas für Eishockey interessiert bei Gelegenheit, welch ein großes Talent Larry ist. Zuletzt am Tag vor Heiligabend, am Neujahrsmorgen und vorgestern per E-Mail an meinen sich im holländischen Exil befindlichen Bekannten aus Montréal.

Mit seinen mittlerweile 22 Jahren zeigt sich jetzt gerade wie gut Lars in zwei, drei Jahren sein kann, wenn er das Vertrauen des Trainers genießt, seine Fähigkeiten noch besser umzusetzen weiß und vor allem, wenn er mit zwei passenden Außenstürmern auf´s Eis darf. Gestern war letzteres der Fall. Travis Moen machte auf links sicher eines der fünf besten Spiele seines Lebens und Andrei Kostitsyn brillierte auf rechts ebenfalls, besonders bei seinem grandiosen Assist zum Hattrick Ellers:

Ein Tor, das ich mir wirklich stundenlang immer und immer wieder ansehen kann. Hattrick heißt auf Französisch übrigens „Tour du Chapeau“, was irgendwie noch viel schöner klingt. Im Eishockey ist es üblich, dass Fans aus Verneigung vor dem Schützen ihre Kopfbedeckungen auf das Eis werfen. Meistens sieht man dort dann fast nur Mützen liegen, aber es kann sich tatsächlich auch mal ein Dildo darunter verirren…

Leider ist es wie immer in Deutschland- Solange nicht von einer Massenschlägerei berichtet werden kann, schweigt man den mit Abstand besten Sport, den es gibt, einfach tot und so tauchte Lars Eller heute im Internet in keiner deutschen Zeitung auf, in Österreich aber immerhin schon und in der Neuen Zürcher Zeitung ebenfalls.

Am Ende waren es fünf Punkte für Lars, vier Tore und ein Assist. Das letzte Mal, das ein Montreal-Spieler vier Tore in einer Partie erzielte, ist übrigens knapp sechs Jahre und über 500 Spiele her. Nur mal so, um das Ganze einordnen zu können. Der letzte Treffer Ellers war dann wirklich noch einmal eine Individual-Leistung, wie man am Ende des Beitrags sehen kann.

Ich hoffe, es geht so weiter für meinen Mann Lars, der alles hat, was ein Top-Stürmer braucht. Tempo, starke Stocktechnik, einen guten Schuss, Spielverständnis und bei 1,85 Meter und 90 Kg auch anständige körperliche Voraussetzungen. Schön, dass man hier in Düsseldorf schon einen Stadtteil nach ihm benannt hat und ihm dieses sehr bekannte Lied gewidmet wurde.

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From → Allgemein, Sport

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