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The Good, the Bett and the Ugly – Teil 2

The Bett

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 The Ugly

Diese letzte Kategorie zeigt Fotos aus problematischen Gegenden San Franciscos, Seattles und Vancouvers. Ich konnte all die Drogendealer, Alkoholiker, Obdachlose und Prostituierten selbstverständlich nicht aus nächster Nähe fotografieren. In einer übleren Straße als der East Hastings Street in Vancouver hatte ich allerdings noch nie ein Hotelzimmer. Hässlich sind aber nicht die Menschen, sondern die Tatsache, dass es soviel Elend in unmittelbarer Nähe von Wohlstand und Reichtum gibt. Die Gruppe auf dem einen Foto zeigt Menschen, die vor einer Suppenküche in Seattle anstehen. Drei Blocks weiter verlangte man direkt am Stadion 30 Dollar Parkgebühren im Rahmen eines MLS Spiels…

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The Good, the Bett and the Ugly – Teil 1

Seit knapp einer Woche bin ich von einer eindrucksvollen Reise wieder zuhause und längst will ich abermals weg. Das Wiederzuhauseseinweh hat ein weiteres Mal zugeschlagen. Nicht so penetrant wie im letzten Jahr, aber dennoch mehr als deutlich. 

Von Düsseldorf ging es über Amsterdam nach San Francisco. Diese Stadt habe ich sogleich in mein Herz geschlossen, aber auch die Küste, Seattle, Vancouver und Banff wussten sehr zu gefallen. Am Ende wartete mit Montréal ein weiteres großes Highlight.  Heute und morgen gibt´s einfach ein paar Fotos in drei Kategorien. Ich bin absolut kein guter Fotograf und hatte auch nur ein Smartphone dabei, aber das lässt sich nicht mehr ändern.

The Good

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Übermorgen folgt Teil 2…

On the road

Wie immer auf Reisen vergeht die Zeit wieder einmal viel zu schnell. Momentan sitze ich im Bus von Seattle nach Vancouver und die Halbzeitpause meines kleinen Ausflugs nach Nordamerika ist fast erreicht.

Die eineinhalb bisherigen Wochen waren insgesamt sehr gut, auch wenn öfter etwas fehlte. Es sind übrigens nicht die Badelatschen, die ich zuhause vergessen habe. Sieht man von dem verregneten Tag in Portland ab und von der Nacht, in der ich unbedingt in meinem Mietwagen schlafen wollte, aber keinen geeigneten Ort dafür fand und durch die Gegend irrte, kann ich mich nicht beschweren. Das resultierte immerhin in einer lustigen Geschichte, die ich bald in Ruhe aufschreiben werde.

Sehr begeistert hat mich San Francisco. Was für eine tolle Stadt! Ich wüsste nicht, dass ich je in einer schöneren war. Die Stadt wird mir fehlen. Wahrscheinlich selbst die Junkies, Alkoholiker und Obdachlosen der sechsten Straße, in der sich meine Unterkunft befand. Die Tatsache, dass sich San Francisco in den USA befindet, wirkt sich leider ab und zu negativ aus, aber andere Kritikpunkte fallen mir nicht ein. Die USA selbst halte ich immer noch zu großen Teilen für ein krankes, verachtungswürdiges Land, welches aber auch sehr schöne Seiten hat.

Einige davon habe ich in den letzten elf Tagen gesehen. Neben San Francisco wären da die Küste von Kalifornien und Oregon zu nennen, sowie Seattle. An diesen Orten hätte ich gerne noch jeweils zwei, drei Tage mehr verbracht, aber das war leider nicht möglich. Ich will ja noch über Vancouver, Banff in meine bisherige Lieblingsstadt Montréal. Wird San Francisco sie ablösen können? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber schon, dass dort ab Samstag der Winter* auf mich wartet. 12 Tage nachdem ich San Francisco bei sommerlichem Wetter und Temperaturen um die 25 Grad verlassen habe. Ab Freitag soll es in Montréal Minusgrade zu erleben geben.

Am Ende dieses kurzen Beitrags möchte ich noch kurz gegen ein hartnäckiges Vorurteil ankämpfen. Bier aus den USA ist nicht grundsätzlich schlecht. Sicher kann man Miller, Budweiser und Coors Light nicht trinken. Das ist schlichtweg Pisse. Es gibt aber auch viele gute, in Europa kaum oder gänzlich unbekannte Biere. Gefallen hat mir Manny’s Pale Ale aus dem Großraum Seattle, sehr lecker fand ich das dunkle Lager von Anderson Valley. Dafür würde ich 99% aller deutschen Biere unversehens ins Klo kippen. Ach, und übrigens ist seit Mittwoch meine neue Lieblingscola Fentimans Cherrytree Cola aus British Columbia, Kanada. Nur mal so nebenbei.

* Ja Mutter, ich habe eine warme Jacke mitgenommen und meinen Liverpool Schal auch.

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich vor etwa 20 Stunden freigeben. Klappte leider nicht. Mittlerweile bin ich längst hier:

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Ein kurzes Comeback

Einige Male bin ich in den letzten Tagen und Wochen gefragt worden, wann es hier endlich etwas Neues gibt. Heute lautet die Antwort, aber auch an diesem Samstag reicht die Zeit nur für einen kurzen Beitrag.

Themen gibt es derzeit wahrlich genug. Die Nachrichten sind voll mit interessanten, aber weitestgehend frustrierenden Geschichten. IS, der Skandal um misshandelte Flüchtlinge, der Ukraine-Konflikt, die unsägliche Maut oder wie wäre es mit Günther Oettinger als neuem EU-Kommissar für Internetwirtschaft? Letzteres ist nicht die traurigste, aber vielleicht die absurdeste Neuigkeit der letzten Wochen. Ich wäre wahrscheinlich als Modeberater besser aufgehoben als diese Witzfigur in seinem neuen Job.

Auf all diese Themen habe ich momentan aber keine Lust. Es fehlt auch ein wenig die Zeit, aber vor allem die Nerven, sich mit diesem Müll auseinanderzusetzen. Ob sich das so schnell ändert, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich eher nicht, zumal übernächsten Mittwoch ein dreiwöchiger Urlaub ansteht, den ich auch wirklich gut gebrauchen kann. Heute möchte ich deshalb nur einen tollen Clip empfehlen, der für sich spricht:

Kinotipp: Sag nicht, wer du bist

Das Kinoprogramm dieser Tage wirkt auf den ersten Blick recht fad. “Transformers” oder “Planet der Affen: Revolution” können mir auch am herbstlichsten Augusttag nicht 8 Euro aus der Tasche locken und Luc Besson hat seine besten Tage als Regisseur leider wahrlich lange hinter sich. Gut, dass es Xavier Dolan gibt, dessen Filme jeden Cent Eintrittsgeld wert sind.

Seit gestern ist mit “Sag nicht, wer du bist” (Tom à la ferme) der vierte Spielfilm des in Montréal geborenen Regisseurs, Schauspielers und Produzenten in den deutschen Kinos zu sehen. Soweit nicht ungewöhnlich, mag man denken. Weiß man allerdings, dass der Kanadier im März erst 25 Jahre alt geworden ist, kann man nur beeindruckt sein. In Cannes heimste Dolan darüber hinaus in diesem Jahr für “Mommy” den Jury-Preis ein. Ja genau, das ist dann bereits sein fünfter Film, der im übrigen auch noch in diesem Jahr in den deutschen Kinos zu bewundern sein wird. Begonnen hatte seine Karriere 2009, als er “J’ai tué ma mère” (I killed my mother) noch vor seinem zwanzigsten Geburtstag als Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur auf die Leinwand brachte.

Mit diesem Film wurde ich auf Dolan aufmerksam und habe seine Karriere intensiv beobachtet. Immer wieder denke ich an Rainer Werner Fassbinder, wenn mir sein Talent und Arbeitseifer in die Augen sticht. Einzig an “Laurence Anyways” arbeitete Dolan relativ lange. “Sag nicht, wer Du bist” soll dagegen in einem Zeitraum von nur 17 Tagen entstanden sein. Das Ergebnis ist dafür großartig. Aus dem interessanten Talent Dolan, den man oft als Wunderkind bezeichnete, ist in wenigen Jahren ein großer Filmemacher geworden. Wenn ich bedenke, dass ich 38 Jahre brauchte, um ein nicht allzu umfangreiches Buch fertigzustellen, kann ich nur neidisch den Hut ziehen. In Wirklichkeit bin ich aber nicht neidisch. Ich bin dankbar, dass es bei all der Massenware aus Hollywood und dem größtenteils uninspirierten bis nichtssagenden deutschen Kino noch einige Regisseure dieser Klasse gibt.

Nun kurz zur Geschichte von “Sag nicht, wer du bist”: Tom (gespielt von Dolan) ist Mitte 20, lebt und arbeitet in Montréal in der Werbebranche befand sich dort mit seinem Arbeitskollegen Guillaume in einer Beziehung. Nach dem Tod seines Partners fährt Tom zu dessen Beerdigung aus der Großstadt ins ländliche Québec. Eine Reise, die von Beginn an aus einem zweiten Grund denkbar schwierig anmutete: Guillaume hatte seine Homosexualität vor seiner Mutter verheimlicht und Guillaumes Bruder Francis hat ein großes Interesse daran, dass das so bleibt. Es entwickelt sich ein Thriller, der zu einem großen Teil mit drei Schauspielern auskommt.

“Sag nicht, wer du bist” ist ein Film, der ein wenig schockt, überrascht und vor allem einfach gut unterhält. Wer mehr über den Film erfahren will, kann das auf vielen anderen Seiten. Einige davon verraten meiner Meinung nach aber wieder einmal viel zu viel von der eigentlichen Geschichte. Wenn ich einen Film empfohlen bekomme, möchte ich wissen, warum er sich lohnt und worum es grob geht. Ich möchte nicht zig wichtige Szenen, Entwicklungen und Vorkommnisse vor meinem Kinobesuch schon kennen. Ein Tipp noch generell zu den Filmen Dolans: Es empfiehlt sich, mit “J’ai tué ma mère” zu beginnen.

Das unendliche Ärgernis

Wer kennt das nicht? Man klickt bei Youtube einen Clip an und blickt eine Sekunde später auf einen nervigen Hinweis. In Deutschland sind letztendlich aus finanziellen Gründen mehr Inhalte von Youtube gesperrt als in jedem anderen Land der Welt.

Selbstverständlich kann jeder halbwegs fähige Internetnutzer die Sperre umgehen, aber das kann natürlich eigentlich nicht Sinn der Sache sein. Über den endlosen Streit zwischen Youtube und der GEMA berichtete gestern das Medienmagazin Zapp. Falls jemand die Hoffnung hat, dass sich bei diesem Irrsinn in absehbarer Zeit etwas ändert: Es sieht absolut nicht danach aus. Besonders ärgerlich ist dabei, dass mehr als die Unterhaltung auf der Strecke bleibt, aber seht selbst:

Von Worten, Sätzen und Frauen im Knast

Die Wörter sind da, die Sätze auch. Es gibt sogar noch mehr. Ich habe über ein Dutzend Absätze, aber irgendetwas fehlt. Vielleicht habe ich auch überflüssige Passagen geschrieben. Ich weiß es nicht. 

Ich bin sicher, dass jeder so etwas schon erlebt hat, der schreibt. Völlig egal, in welcher Form auch immer. Ob Artikel, Kurzgeschichten, Gedichte, Songtexte oder vergleichbares, das spielt keine Rolle. Man ist weit vorangekommen, man weiß, wo man hin will, aber etwas passt nicht.  Möglicherweise redet man es sich nur ein, aber das Gefühl verschwindet nicht. Was fehlt denn nur? Ist das gut genug geschrieben? Ist diese Stelle wichtig oder lösche ich sie besser? Soll das Resultat der Arbeit im Internet veröffentlicht werden, drängt sich ein weiteres Problem auf. Der Zweifel, ob der Text nicht zu lang ist. Wer nimmt sich die Zeit für deutlich mehr als 500 Wörter, wenn eine SMS nur 160 Zeichen hat und ein Tweet gar nur 140?

Seit mindestens zwei Wochen schreibe ich an einem verdammten Blogeintrag über Budapest und ich werde mit diesem einfach nicht fertig. Er soll und wird nicht die Welt verändern, aber er soll gut sein, er soll interessant sein und auch mehr als anständig formuliert. Manche Dinge schreiben sich fast von selbst. Man beginnt, tippt einige Absätze und in der Regel ist man meistens nach spätestens zwei Stunden fertig. Nicht mit diesem. Warum auch immer. Für heute kapituliere ich abermals und schaue noch eine Folge “Orange is the new black”. Schließlich hat doch jeder schon wenigstens einmal davon geträumt, eine Nacht im Frauenknast zu verbringen, oder?

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